Manchmal bin ich einfach zu doof. Und wenn man es ahnt...
Ich hasse bekanntlich das unkontrollierte Senden/Verwenden von Location-Headern. Wer mal mit einem Toten Pferd gearbeitet hat, der weiß genau was ich meine.
Ach ja, an dieser Stelle darf ich als meinen netten Kollegen frustre begrüßen. Er macht seinem Nick nur aus einem Grund alle Ehre: Er braucht das Geld dringend. Aber das geht uns Internet-Schlampen ja allen so. Abgesehen von denen, die kürzlich von Oracle assimiliert wurden. Mal sehen, ob jetzt in das eine oder andere MySQL-Executable auch ein CIA-Trojaner eingebaut wird, was sich vor allem als Verzögerung beim Connection-Aufbau etablieren wird.
Wieso erzähle ich das? Klar. Denn frustre muss beleben, was nicht mehr belebt werden kann. Der Defi hilft ja auch nur bei Kammerflimmern. Nicht bei Exitus. Aber man kann sich Leichen immer schön reden. Wie johann__ vielleicht sagen würde: Schick die tote Zahnarztfrau zum Liften. Mit etwas Schminke merkt es vielleicht keiner. Falten zeugen bekanntlich von Erfahrungen. Und vor Erfahrungen hat man bekanntlich nicht entsetzt zu sein. Man hat sie zu respektieren.
Also zaubert frustre und wendet den Trick aus den Zombi-Filmen an. Das Tote Pferd reinkarniert kurz vor einem schnellen Cut zum Untoten Pferd. Und statt zu beißen feuert es Location-Header auf die Lebenden. Immer wieder ein Spaß, wenn das Feuer nicht aufhört...
Aber zum Thema meines DWTFs zurück. Denn ich wollte auch einmal etwas Konstruktives zu PHP berichten. Folgender raffinierter Schnipsel ist mir eben passiert als ich beschloss, den Gott unserer Junior-Entwickler einen guten Mann sein zu lassen:
Sinn und Zweck des Schnipsel ist ausschließlich, vor der Ausführung eines Location-Headers 'ne weiße Seite mit einem Link anzuzeigen - und den Header durch Klick zu simulieren.
Und weil ich sicherlich wieder gefragt werde, was das soll, wenn ich's versehentlich kommite dachte ich: Hm, machs verständlich... Raus nehmen kannst du's ja noch immer.
Und nun sprach das Log:
[22-Apr-2009 22:03:03] PHP Warning: Division by zero in /home/...Controller.php on line 343
Hab' ich erwähnt, dass ich das Type-Casting von PHP einfach lässtig finde?
Der mir vorzüglich geschätzte Sebs hat mir mit seinem Aufsatz Wie Scrum auch ohne Homoparty klappt eine Freude bereitet, in dem er sich mit Verstand und Sachkenntnis einer kritischen Durchsicht meines Aufsatzes Tanatose schreibt man mit h gewidmet hat. Darüber freue ich mich, stimme ihm zu und mache weiter wie gehabt. Ich weiß wohl dass es für eine kritsche (brandenburgisch für kritischen) Analyse wie der von dir, Sebs, nur drei Beweggründe gibt. Ich zähle jetzt auch mal Erbsen:
Öffentliche Kritik an einem ohnehin schnell zerlegbaren Konstrukt einer unwichtigen Person bringt nicht viel Ruhm und Ehre. Jeder weiß: Hier verschießt jemand sein Pulver in dem er übt (das ist der sportliche Ansatz).
Der zweite Beweggrund mag die notwendige Korrektur von falschen Fakten sein. Ungeachtet an der Wichtigkeit des Verfassers. Hier haben wir es mit einer mühsamen und sehr wichtigen Disziplin zu tun ohne die die Ägypter immer noch an den Weihnachtsmann glaube würden (Beispiel: Scarabaen wurden im alten Ägypten als soziale Tiere mit großer Hilfsbereitschaft verehrt - erst LeFefre hat im 19. Jahrhundert dargestellt, dass es sich bei diesen sozialen Hilfsaktionen um dreiste Diebstähle handelt. Das Verhalten der Scarabaen auf die menschliche Kultur projiziert hieße, dass sie regelrecht asozial sind). In ein paar Wochen werde ich in einem Käferartikel genau diese Tatsache verdrehen.
Der dritte Beweggrund, der mir spontan einfällt ist die totale Verehrung. Kritik an der Arbeit einer Person, die man verehrt ist etwas ganz heikles und besonderes. Das haben wir bei Goethe kennen gelernt, der Herder überwunden hat (ich glaube mich zu erinnern, dass das noch in seiner Straßburger Studienzeit war). Und was war die Folge? Literatur vom Feinsten - auch wenn ich selbst kein Fan mehr von Sturm und Drang bin).
Aber der eigentliche Beweggrund, lieber Sebus analyticus ist das Bier, dass es am Freitag bei mir gibt. Und das macht dich schon fast zum Helden!
Jetzt aber noch ein paar Worte in Demut:
Mein kleiner Aufsatz hatte den einzigen Sinn darin: Ich wollte auch mal wie die Mac-User da draußen in meinem Blog mit etwas angeben. Da ich aber bereits alle Einlagen meiner vergangenen Unternehmungen konsequent verbrannt habe, bleibt mir nur noch ein Auftrumpfen mit meiner neuesten Akquisition: Einer Imkerpfeife, der im oben angegebenen Aufsatz in fotoform gezeigten Vulkan. Und mich selbst langweilen solche Nachrichten so sehr, dass ich mir etwas überlegen muss. Zwangsläufig.
Gut, ich lege einmal eine Karte auf den Tisch. Roman Pichler schreibt zum Thema Verfolgung des Sprint-Fortschritts: "Ist der Fortschritt schneller als antizipiert, so bittet das Team den Product Owner, neue Anforderungen einzubringen, vorausgesetzt diese können innerhalb des Sprints vollständig abgearbeitet werden" (Pichler, R. Scrum. Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen. Heidelberg. 2008.). Ich lese da einen dezenten Imperativ.
Mir hat dieser Satz gefallen. Das Scrum-Team hat irgendetwas von Zero 7 gesungen (Streichersätze als sie tanzend den Product Owner umflatterten). Mein imaginärer Product Owner hatte Tränen in den Augen vor Rührung. Und ich erst. Aber wie das eben so ist, wenn man aus einem Tagtraum erwacht. - Neben sich auf der Couche einen Apparat, der den Rauch von Bienentabak in die Augen treibt. Nun, ich dachte ich mir, das mache ich nicht mit. Und dann war da das nächste Bild: Das beste wird sein, sich einfach in völlige Regungslosigkeit zu bringen, um nicht bei diesem übergeschnappten Schauspiel mitmachen zu müssen - oder wie die Entomologen auch sagen: In Thanatose verfallen. Interessanterweise wird dieses bei manchen Rüsselkäfern sehr stark ausgeprägte Verhalten durch einen Fluchtreflex auf Grund von Rauch "aufgehoben".
Aber, Sebs, was mir wirklich Sorgen macht ist die Tatsache, dass ich schon wieder nicht ganz ohne Spass feststellen muss, dass ich es mit absolutem Blödsinn wieder auf Platz eins bei Google mit einem portugiesisch notierten Fachbegriff geschafft habe! Thanatose leitet sich natürlich aus dem alt griechischen Wort thanatos, Tod, ab (Quelle: Schenkling, S. Erklärung der wissenschaftlichen Käfernamen aus Reitter's Fauna Germanica. Stuttgart, 1917.) [Perikles, sorry ich kann's nur mit lateinischen Glyphen]
Und um das hier nochmal abzukürzen: Eine Riesen-Zunge braucht auch ein große Klappe. Oder eben eine Imkerpfeife!
Es kann in agilen Environments immer wieder zu Tanatose-Erscheinungen unter den Entwicklern kommen. Um aber dennoch ausgeglichene Burndown-Kurven erzielen zu können hat der Autor eine seit Jahrhunderten in der Imkerei angewandte Methode adaptiert und erfolgreich einsetzen können.
Beim Sammeln von wissenschaftlichem Material zum Thema Würgreflexe bin ich heute auf der Straße vom gefürchteten Al SSilkone überfallen worden.
Ich hoffe mein agiler Tod war nicht umsonst.
Der Autor berichtet über einen erfolgreichen Erpressungsversuch in einem agilen Webentwicklungs-Environment und untersucht die These, dass eine quantitative und qualitative Bewertung physisch manifestierter Environments über virtuelle soziopermeable Netzwerke (Community-Environments) hinreichend gut beschreibbar ist.
In folgenden Untersuchungen werden grundlegende Analyse-, Anwendungs und Monitoringverfahren erörtert, die auf der Fernparametrisierung menschlicher Populationsdynamik mit Hilfe suppressiver Habituation polysynaptischer Reflexe wie dem Würgreflex basiert.
Keywords:
erpressung, populationsdynamik, angela merkel, Homo sapiens LINNAEUS 1758 (Hominidae), deep throat, flirtportal, sex, beichthaus.com, agile, bockwurst
In meinem aktuellen agilen Environment sehen wir vieles so schwarz, dass ein neulich von Herrn pfeffer im IRC aufgefrischter Link genau das bietet, was wir benötigen.
Dass es sich dabei um die Ergebnisse aus der militärischen Forschung handelt (ich werde hier Retalin mitnichten propagieren), ist erst nach einer mindestens zehn minütigen Anwendung ersichtlich. Hörbar: hier.
Ich stoße gerade an die Grenzen von Twitter: Mein Gedanke, oder zumindest das, was ich gerade tue, lässt sich nicht in 140 Zeichen sagen. Aus dem Grund meide ich bereits SMS - außer vielleicht, um unserer Office-Managerin aus meinen süßen Träumen heraus zu melden, dass ich verschlafen werde, wenn ich weiter hin SMS im Traum schreibe, in denen ich schreibe, dass ich verschlafen werde. Ich kann im Traum unmöglich telefonieren!
Im Twitter-Context:
BjoernSchotte "Man hat das Gefühl, ein Teil des pulsierenden Lebens im Internet zu sein und nichts zu versäumen" lobo, erzähl nicht so nen Mist.
Recht du hast. Aber dennoch:
print(strlen("@BjoenSchotte: ich glaube, pulsierendes leben kann es ausschließlich in der Psychosphäre geben. Und ich glaube, die hat sich mit dem Internet schneller ausgebreitet, als einige führende Evolutionsbiologen zur Zeit propagieren!"));
229
Nebenbei ein sehr schöner Start in das Thema Psychosphäre vs. Biosphäre gibt's bei meinem spanischen (Koleopterologen-) Kollegen Antonia Machado. Die Lektüre ist dreisprachig - und das Buch im Pdf-Format ist schnell gelesen:
Die Mädchen-Profile bei den Lokalisten werden auch immer einfallsloser.
Dafür stetig jünger, sodass immer mehr Bekannte auf die Bahnhofskneipe ausweichen.
mein haustier: Hase(gestorben)
Und sowas lese ich in diesen Tagen andauernd. Ich sollte zu schuelervz wechseln, da haben sie wenigstens etwas Humor.
alter: 14
hobbies: porn, porn, porn ^^
mein haustier: vibrator
Was hat der Max neulich auf der IPC gesagt? Genau: "Bei schuelervz hättest du auch 'ne Frau bekommen. Aber viel jünger als deine alte bei den lokis!".
Da bin ich 'mal wieder eine Woche in meinem liebsten agilen Environment. In der Hoffnung, dass ich helfen kann. Und ich habe sehr wohl gelernt, dass die Stimmung nicht mehr sexuell aufgeladen ist, seit ich mich für ein Qantum Privatleben entschieden und das Environment gewechselt haben.
Und dann bekommt man solche Chat-Unterhaltungen mit:
[11:10:18] Casting : was machen wir heut Mittag?
[11:13:59] eflower : das übliche?
[11:14:28] Casting : d.h. Du kriechst zu Jo unter den Tisch?
[11:14:44] eflower : nö das machmer erst zum 5 uhr tee
Abstract: Der Autor stellt in diesem Beitrag eine letzte pragmatische Umsetzung im strategischen Methoden-Set in agilen Softwareentwicklungsumgebungen vor: Der Arbeitsplatz.
Bin in einer alten Mail über einen noch älteren Beitrag zum Thema Blogging gestolpert, den der eine oder andere noch nicht kennt: Es geht dabei um ernste Gefahren. Autor: Yossi Vardi.
Man könnte zur Zeit annehmen, dass es nur noch möglich ist, über iPhones zu bloggen. Aber es gibt ja noch Anachronisten wie arty und mich, die sich in den iPhone-Zeiten einen EeePC zulegen. Das Ding, was johann__ da hat ist zu klein, um wirklich Spass zu haben (das kleine Modell eben). Außer man hat Kinderfinger. Oder man hat Kinder wie locke und deswegen sowieso keine Zeit mit so elektronischem Krams zu spielen (der Vorteil des EeePC und Handy gegenüber iPhone ist selbstverständlich der, dass die Videoqualität des morgendlichen S-Bahn-Streams auf youporn.com um einiges besser ist. Einfach, um sich den Lebensabend nicht gänzlich zu versauen).
Wie zum Teufel nennt man eigentlich die Fehlerklasse, die bei folgender PHP-Klassen-Methode auftritt?
public function getBlabla($value)
{
$value = (int)$value;
if ($value === null) {
throw new Exception('value in getBlala can not be null');
} else {
return 1 / $value;
}
}
Klapp' gewissen Zeitgenossen den Scheitel auf und leg' Strohfeuer dran. Ich spreche von den Businesskasperln im ICE, für die Telefonieren im Zug sowas wie ein handfester Beischlaf sein mag. Sowas, wie das heute im ICE:
"Wir müssen an den Kunden jetzt anders heran gehen: Wir müssen uns bei ihm als proaktiv ehrlich darstellen! Authentisch sein! Wir müssen ihm auch mal Fehler gestehen. Was? Erfinde einfach welche! Wie? Ja, solange du uns da raus lässt!"
Ich meine, wo er recht hat, hat er recht. Aber nicht in der Lautstärke und nicht so, dass erstens der Name des Kunden, zweitens der Name der eigenen Firma und drittens der Vor- und Zuname der angerufenen Person für jeden im Abteil auffällig oft fällt.
Mindestens einmal im Jahr, wenn mich die Wiesngrippe holt (Gott behüte diesmal keine Influenza) und ich anschließend die schrecklichen Erlebnisse von der Wiesenzusammenkunft mit meinem Psychiater aufrichtig reflektieren möchte, sagt er immer zu mir: "Du musst vor allem lernen, DIR selbst zu verzeihen!".
In Wirklichkeit spricht er das dir immer ein paar Pixel größer aus als den Rest und blickt mich dabei an, als hätte ich zwei Tage nichts gegessen. Sehr aufmunternd. Das Knurren kommt aus meiner Lunge. Psychiater eben. Deswegen ist es besser, dass ich ihm verschweige, dass ich bei Lungenrasseln kombiniert mit seinem Woody Allen Blick an Saure Lungen denken muss. Weil ich's kann. Der Mann ist Veganer, also sichere ich mich doppelt ab, wenn ich einfach nix dazu sage. Da die Sitzung in dem Augenblick gewöhnlich zu Ende ist, ergibt sich keine Gelegenheit mich schlecht fühlen. Wir erzählen uns ja sonst alles (alles, was die Kasse wissen darf oder soll).
Wieso erzähle ich es dir, liebes Tagebuch? Es ist wieder so weit: Heute um 1300 hat mein alljährlicher Dreitages Azithromycin-Delirium-Tripp begonnen. Bei Azithromycin handelt sich um ein Antibiotikum, dass bei mir grandios anschlägt aber leider meinen Orientierungssinn und alle damit verbundenen (und im Beipackzettel gut Dokumentierten) Nebenwirkung auslöst - was den eigentlichen Reiz dieses verschreibungspflichtigen Medikaments ausmacht. Also nichts, das außer Kontrolle geraten kann, weil ich damit umzugehen weiß. Außerdem ohne Zuzahlung!
Ab und an sollte man die eigenen eingefahrenen Gewohnheiten auch noch mit leichten Modifikationen zum fliegen bringen. So jedenfalls habe ich modernes Risk Management verstanden. Also dann:
Mein Change set beinhaltet, im Azithromycin-Delirium so zu tun, als könnte ich arbeiten. Solange jedenfalls, bis ich den Selbstversuch abbrechen muss, weil ich meinem Chef aufs Oberhemd gekotzt habe und schnell - und ich meine wirklich schnell - rennen muss. Eine Sache, die bei vermindertem Orts- und Realitätssinn nicht leicht, auf der anderen Seite aber auch wieder eine Heldentat ist. Helden-Totto.
Aber schon ohne den oben beschriebenen Lottogewinn gibt es Gefahren, die ich nur zu Gut kennen lernen durfte. Türrahmen und ganz allgemein Objekte, die nicht in die Wahrnehmung gehören. Etwa Schrank-Kanten, im weg stehende Tische und Stühle. Ganz schlimm sind unaufgeräumte Schuhe, die im Weg stehen, auf die man falsch drauf triff, wenn die Wand von der Seite zuschlägt. Als Grund für die letzt jährlich so verursachte Knöchelverstauchung habe ich mich ausgeschwiegen. Was hätte es genützt, wenn ich gesagt hätte, ich bin aus 3000 m Höhe ins Tal gekugelt als ich von einer überdimensionierten Oestrus ovis fallen gelassen wurde? Eben.
Nachdem ich gerade 38 °C unter der Zunge gemessen habe, wird mein Experiment mit aller Wahrscheinlichkeit ohnehin zum Scheitern verurteilt sein.
Einen Tipp zum Schluss kann ich aber verraten, wie man die Nase ohne Chemie frei bekommt (nachdem ich oben schon die Schafbremse erwähnt habe, Stichwort: natural high): Man muss sich wenigstens einmal in seinem Leben ausgiebig mit insektoiden (Nasen-) Parasiten beschäftigt haben. Besser als jedes Nasenspray (oder was man so braucht)!
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