
Es reicht mir langsam.
Ich kenne nicht die Ursache, aber Firefox stürtzt mir seit dem letzten Update nun in nachvollziehbaren Situationen ab. Es interessiert hier sicher niemand, dass mir das in Kombination mit mit meinem lieblings
dict.cc passiert und natürlich immer in Kombination mit einem Track-Ticket. Trac bedeutet, dass man sich beeilen muss, mit dem was man tut. Schließlich zahlt der Kunde.
Nebenbei angemerkt, bin ich hier in Zukunft höflich, weil mein Chef diesen Blog liest. Zugegeben, der Mann steckt was weg. Kann er ja auch, er ist der Klausenwitz. Was hat mir mein lieber Freund Heinrich Heine gestern gesagt: "Lieber Topf, sei nicht klüger als dein Töpfer!". Und schließlich unterschreibt er nunmal die Spesenabrechnungen meiner Puffbesuche (zwar selten aber immerhin) und die Überhänge bei meinem Cokain-Dealer. Und da ist es nicht zu viel verlangt, freundlich zu sein. Angestellten-Regel: Warte nicht bis Blut kommt, sei Proaktiv!)
Aber zurück zum Thema Absturz (bei dem ein Reset nicht hilft - Ah, danke an dieser Stelle an die
buckligen Kollegen für ihren Zuspruch).
Das traurige ist ja, dass es Microsoft wirklich geschaft haben muss, gleich ein paar Entwickler undercover in die Mozilla-Foundation einzuschleusen. Man nennt das
social infiltration of open source communities (soziale Infiltrierung von OpenSource Entwickler-Gesellschaften oder so), kurz SIOS.
Nicht zuletzt, weil es bei dem vermeindlichen SIOS-Angriff von Microsoft gegen die Mozilla-Foundation (die Entwicklung des kostenlosen Firefox Browsers koordiniert) darum geht, welche Suchmaschine in den weltweit verwendeten Browsern voreingestellt ist. Je mehr User wie ich über Firefox schimpfen, desto weniger benutzen Firefox, je mehr benutzen Internet Explorer, desto besser verbreitet sich wieder Microsofts Internet Explorer und desto mehr User bekommt MSN. Und das erfreut den
Herrn Ballmer.
Sollen wir doch besser C# coden? Schnittstellen zu .NET bauen? Die Microsoft-Tasse auf den Tisch stellen und wieder eine B. Gates Nutte werden?
Was kümmerts mich? Der einzige Grund, mit halb fertig gestellter Software zu arbeiten ist doch, die Idee einer beschissenen besseren Welt. Illusion natürlich, wir sind ja nicht blöd!
Wir hatten die Situation schon einmal, als der Internet Explorer 4.0 den Netscape Navigator 3.0 abgelöst hat. Damals handelte es sich noch um einen ehrlichen Angriff mit viel Blutvergießen gegen Netscape (so blutig, dass Natscape seine Innereien auf den Tisch gelegt hat, *hüstel*). Leider wurde dieser kalte Krieg auf dem Rücken einer ganzen Generation von Pixelschuppers ausgetragen. Diese Demütigung haben nur die Überwunden, die PHP gelernt haben, um sich die Welt schön zu reden (die Profis sind ins Visual-Lager geflüchtet und die ganz schmerzfreien haben das Web 2.0 gegründet: was lernen wir daraus?).
Ich sage: Jetzt erst recht. Also. Jedesmal, wenn der Firefox einen Fehlerbericht schicken will, ziehen wir einfach die
Mundwinkel etwas nach oben. Und mit diesem Lächeln bewaffnet schreien wir:
"Der Föörer ins Licht ist das Feuer des Fux'"
(das muss schon sehr laut kommen!) - und schon hat man schnell eine effektive Gegenmaßnahme zu einem klassichen SIOS gebaut!
Ergo: Wer sich von Microsoft unterkriegen läßt wird gedemütigt und erfindet Web 3.01, wer dem etwas entgegenzusetzen hat verwendet weiterhin den
lynx (wenn Nerds mit Flirtbörsen-Bekanntschaften daten will ohnehin niemand hinsehen) und der Rest wird Coach - oder was war das noch Boris, Psychologe? - und nimmt den Opera.
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P.S. Cinemon, Browsen ist keine Safarie. Über sowas diskutiere ich nicht mit dir