Wednesday, January 20. 2010Kreationismus in agilen Glaubens-Environments
Abstract
Der Einleitungsteil einer Studie zur grundsätzlichen ethischen Kritik von agilen Verfahrensweisen anhand von klassischen dysfunktionalen Problemlösungsstrategien wird an Hand möglicher induktiver Verfahren erläutert. Der Autor entschuldigt sich bereits im Vorfeld dieses Aufsatzes für humorlose Kreationisten und die, die ihn sexy finden und distanziert sich dennoch von Menschenversuchen. Keywords: CAP theorem, ACID, Stapelüberlauf, Menschenversuch, Rekursion, Kreationismus, agile, Brewer, Everett, Chomsky. Continue reading "Kreationismus in agilen Glaubens-Environments" Sunday, January 10. 2010Zend Framework
Liebes Tagebuch,
habe ich eigentlich schon erwähnt dass ich immer noch auf die Klasse Zend_Cache_Backend_Twitter warte? Ich finde, das wird höchste Zeit. Memcache war gestern. Motto: Caches da ablegen, wo es nicht weiter auffällt... Weitermachen. P.S., @Frustre, ich bin auf deine Glatze gespannt und freue mich schon darauf, endlich Gfrustre schreiben zu dürfen Friday, January 8. 2010Schnapps und die realtionale Datenbank-Gehirnwäsche
Abstract
Es wird das Phänomen der relationalen Datenbank-Gehirnwäsche beschrieben. Eine Lösung wird nicht konkret angeboten, aber das Problem zur Diskussion gestellt, da im Jahre 2010 die Verwendung von relationalen Datenbanken erschreckende Dimensionen annimmt, die sowohl aus ethnologischen als auch ökologischen Gesichtspunkten einer kritischen Hinterfragung bedürfen. Continue reading "Schnapps und die realtionale Datenbank-Gehirnwäsche" Wednesday, April 29. 2009Montag morgen auf Französich.
Eigentlich war das Subject dieses Tagebuch-Items einmal eines meiner seltsamen musikalischen Projekte. Und es ging einfach nur darum leise Musik laut zu machen. Also ganz banal.
Sebs hat mich aber darauf gebracht, dass ich das Projekt hätte "Montag morgen auf Italienisch in Malta" nennen können. Das Ursprungsprojekt auf Französisch war übrigens eines dieser unsäglichen "Räng Räng"-Produktionen, die es dann doch nicht mehr auf die Reihenhaus-Single-Kollektion von hausmusik geschaft haben, weil ich so ein doofes Shop-System in Frankfurt bauen musste. Scrum productowner requirements team kommunikation son of a beach um dir, liebes Tagebuch zu sagen, dass ich dich ganz doll lieb hab. Gute Nacht John Boy! Weitermachen Thursday, March 26. 2009Re: Wie Scrum auch ohne Homoparty klappt
Der mir vorzüglich geschätzte Sebs hat mir mit seinem Aufsatz Wie Scrum auch ohne Homoparty klappt eine Freude bereitet, in dem er sich mit Verstand und Sachkenntnis einer kritischen Durchsicht meines Aufsatzes Tanatose schreibt man mit h gewidmet hat. Darüber freue ich mich, stimme ihm zu und mache weiter wie gehabt. Ich weiß wohl dass es für eine kritsche (brandenburgisch für kritischen) Analyse wie der von dir, Sebs, nur drei Beweggründe gibt. Ich zähle jetzt auch mal Erbsen:
Aber der eigentliche Beweggrund, lieber Sebus analyticus ist das Bier, dass es am Freitag bei mir gibt. Und das macht dich schon fast zum Helden! Jetzt aber noch ein paar Worte in Demut: Mein kleiner Aufsatz hatte den einzigen Sinn darin: Ich wollte auch mal wie die Mac-User da draußen in meinem Blog mit etwas angeben. Da ich aber bereits alle Einlagen meiner vergangenen Unternehmungen konsequent verbrannt habe, bleibt mir nur noch ein Auftrumpfen mit meiner neuesten Akquisition: Einer Imkerpfeife, der im oben angegebenen Aufsatz in fotoform gezeigten Vulkan. Und mich selbst langweilen solche Nachrichten so sehr, dass ich mir etwas überlegen muss. Zwangsläufig. Gut, ich lege einmal eine Karte auf den Tisch. Roman Pichler schreibt zum Thema Verfolgung des Sprint-Fortschritts: "Ist der Fortschritt schneller als antizipiert, so bittet das Team den Product Owner, neue Anforderungen einzubringen, vorausgesetzt diese können innerhalb des Sprints vollständig abgearbeitet werden" (Pichler, R. Scrum. Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen. Heidelberg. 2008.). Ich lese da einen dezenten Imperativ. Mir hat dieser Satz gefallen. Das Scrum-Team hat irgendetwas von Zero 7 gesungen (Streichersätze als sie tanzend den Product Owner umflatterten). Mein imaginärer Product Owner hatte Tränen in den Augen vor Rührung. Und ich erst. Aber wie das eben so ist, wenn man aus einem Tagtraum erwacht. - Neben sich auf der Couche einen Apparat, der den Rauch von Bienentabak in die Augen treibt. Nun, ich dachte ich mir, das mache ich nicht mit. Und dann war da das nächste Bild: Das beste wird sein, sich einfach in völlige Regungslosigkeit zu bringen, um nicht bei diesem übergeschnappten Schauspiel mitmachen zu müssen - oder wie die Entomologen auch sagen: In Thanatose verfallen. Interessanterweise wird dieses bei manchen Rüsselkäfern sehr stark ausgeprägte Verhalten durch einen Fluchtreflex auf Grund von Rauch "aufgehoben". Aber, Sebs, was mir wirklich Sorgen macht ist die Tatsache, dass ich schon wieder nicht ganz ohne Spass feststellen muss, dass ich es mit absolutem Blödsinn wieder auf Platz eins bei Google mit einem portugiesisch notierten Fachbegriff geschafft habe! Thanatose leitet sich natürlich aus dem alt griechischen Wort thanatos, Tod, ab (Quelle: Schenkling, S. Erklärung der wissenschaftlichen Käfernamen aus Reitter's Fauna Germanica. Stuttgart, 1917.) [Perikles, sorry ich kann's nur mit lateinischen Glyphen] Und um das hier nochmal abzukürzen: Eine Riesen-Zunge braucht auch ein große Klappe. Oder eben eine Imkerpfeife! Weiterpfeifen... Saturday, February 14. 2009Xenjo ist kein Pseudonym. Der Ursprung liegt in xp environmens vs. jo
Abstract:
Der Autor berichtet über einen erfolgreichen Erpressungsversuch in einem agilen Webentwicklungs-Environment und untersucht die These, dass eine quantitative und qualitative Bewertung physisch manifestierter Environments über virtuelle soziopermeable Netzwerke (Community-Environments) hinreichend gut beschreibbar ist. In folgenden Untersuchungen werden grundlegende Analyse-, Anwendungs und Monitoringverfahren erörtert, die auf der Fernparametrisierung menschlicher Populationsdynamik mit Hilfe suppressiver Habituation polysynaptischer Reflexe wie dem Würgreflex basiert. Keywords: erpressung, populationsdynamik, angela merkel, Homo sapiens LINNAEUS 1758 (Hominidae), deep throat, flirtportal, sex, beichthaus.com, agile, bockwurst Continue reading "Xenjo ist kein Pseudonym. Der Ursprung liegt in xp environmens vs. jo" Tuesday, November 11. 2008Impressionen aus der bunten Welt der Verzeichnisse
Die Mädchen-Profile bei den Lokalisten werden auch immer einfallsloser.
Dafür stetig jünger, sodass immer mehr Bekannte auf die Bahnhofskneipe ausweichen. Und sowas lese ich in diesen Tagen andauernd. Ich sollte zu schuelervz wechseln, da haben sie wenigstens etwas Humor. Was hat der Max neulich auf der IPC gesagt? Genau: "Bei schuelervz hättest du auch 'ne Frau bekommen. Aber viel jünger als deine alte bei den lokis!". Weitermachen Tuesday, October 21. 2008S-Bahn-Blogging
Bin in einer alten Mail über einen noch älteren Beitrag zum Thema Blogging gestolpert, den der eine oder andere noch nicht kennt: Es geht dabei um ernste Gefahren. Autor: Yossi Vardi.
Man könnte zur Zeit annehmen, dass es nur noch möglich ist, über iPhones zu bloggen. Aber es gibt ja noch Anachronisten wie arty und mich, die sich in den iPhone-Zeiten einen EeePC zulegen. Das Ding, was johann__ da hat ist zu klein, um wirklich Spass zu haben (das kleine Modell eben). Außer man hat Kinderfinger. Oder man hat Kinder wie locke und deswegen sowieso keine Zeit mit so elektronischem Krams zu spielen (der Vorteil des EeePC und Handy gegenüber iPhone ist selbstverständlich der, dass die Videoqualität des morgendlichen S-Bahn-Streams auf youporn.com um einiges besser ist. Einfach, um sich den Lebensabend nicht gänzlich zu versauen). Hier aber das Video: Weitermachen. Thursday, October 9. 2008Selbstversuche mit der Schafbremse Oestrus ovis (Dipt., Oestridae) Mindestens einmal im Jahr, wenn mich die Wiesngrippe holt (Gott behüte diesmal keine Influenza) und ich anschließend die schrecklichen Erlebnisse von der Wiesenzusammenkunft mit meinem Psychiater aufrichtig reflektieren möchte, sagt er immer zu mir: "Du musst vor allem lernen, DIR selbst zu verzeihen!". In Wirklichkeit spricht er das dir immer ein paar Pixel größer aus als den Rest und blickt mich dabei an, als hätte ich zwei Tage nichts gegessen. Sehr aufmunternd. Das Knurren kommt aus meiner Lunge. Psychiater eben. Deswegen ist es besser, dass ich ihm verschweige, dass ich bei Lungenrasseln kombiniert mit seinem Woody Allen Blick an Saure Lungen denken muss. Weil ich's kann. Der Mann ist Veganer, also sichere ich mich doppelt ab, wenn ich einfach nix dazu sage. Da die Sitzung in dem Augenblick gewöhnlich zu Ende ist, ergibt sich keine Gelegenheit mich schlecht fühlen. Wir erzählen uns ja sonst alles (alles, was die Kasse wissen darf oder soll). Wieso erzähle ich es dir, liebes Tagebuch? Es ist wieder so weit: Heute um 1300 hat mein alljährlicher Dreitages Azithromycin-Delirium-Tripp begonnen. Bei Azithromycin handelt sich um ein Antibiotikum, dass bei mir grandios anschlägt aber leider meinen Orientierungssinn und alle damit verbundenen (und im Beipackzettel gut Dokumentierten) Nebenwirkung auslöst - was den eigentlichen Reiz dieses verschreibungspflichtigen Medikaments ausmacht. Also nichts, das außer Kontrolle geraten kann, weil ich damit umzugehen weiß. Außerdem ohne Zuzahlung! Ab und an sollte man die eigenen eingefahrenen Gewohnheiten auch noch mit leichten Modifikationen zum fliegen bringen. So jedenfalls habe ich modernes Risk Management verstanden. Also dann: Mein Change set beinhaltet, im Azithromycin-Delirium so zu tun, als könnte ich arbeiten. Solange jedenfalls, bis ich den Selbstversuch abbrechen muss, weil ich meinem Chef aufs Oberhemd gekotzt habe und schnell - und ich meine wirklich schnell - rennen muss. Eine Sache, die bei vermindertem Orts- und Realitätssinn nicht leicht, auf der anderen Seite aber auch wieder eine Heldentat ist. Helden-Totto. Aber schon ohne den oben beschriebenen Lottogewinn gibt es Gefahren, die ich nur zu Gut kennen lernen durfte. Türrahmen und ganz allgemein Objekte, die nicht in die Wahrnehmung gehören. Etwa Schrank-Kanten, im weg stehende Tische und Stühle. Ganz schlimm sind unaufgeräumte Schuhe, die im Weg stehen, auf die man falsch drauf triff, wenn die Wand von der Seite zuschlägt. Als Grund für die letzt jährlich so verursachte Knöchelverstauchung habe ich mich ausgeschwiegen. Was hätte es genützt, wenn ich gesagt hätte, ich bin aus 3000 m Höhe ins Tal gekugelt als ich von einer überdimensionierten Oestrus ovis fallen gelassen wurde? Eben. Nachdem ich gerade 38 °C unter der Zunge gemessen habe, wird mein Experiment mit aller Wahrscheinlichkeit ohnehin zum Scheitern verurteilt sein. Einen Tipp zum Schluss kann ich aber verraten, wie man die Nase ohne Chemie frei bekommt (nachdem ich oben schon die Schafbremse erwähnt habe, Stichwort: natural high): Man muss sich wenigstens einmal in seinem Leben ausgiebig mit insektoiden (Nasen-) Parasiten beschäftigt haben. Besser als jedes Nasenspray (oder was man so braucht)! Weiterundsoweitermachen. Tuesday, April 15. 2008Albträume
Keine Ahnung, wieso sich Pflichtenhefte immer so zäh schreiben lassen. In einem Q-Universum wäre die erste Stellschraube, an der ich drehen würde die, die die Ernsthaftigkeit der Dinge in sich komplett ins Absurde ziehen würde. Nebenbei bemerkt glaube ich nicht daran, dass sich an der Welt, wie wir sie kennen, irgendwas signifikantes Ändern würde. Erstens wäre das zu schön um wahr zu sein. Zweitens wird die Welt überwiegend von Insekten beherrscht (Management ist in diesem Kontext genauso eine Illusion des Betrachters wie der Glaube an sich, der sich nachweislich bei Insekten nicht manifestieren kann, weil ihre Gehirne das einfach nicht hergeben). Drittens musste ich eben mit dem Kopf schütteln und hab nur einen Aufhänger gesucht, noch etwas mit dem Niveau zu feilschen. Es passt aber immer noch nicht unter der Türe durch:
Weitermachen! Wednesday, February 20. 200809/11 Fingerübung
Liebes Tagebuch,
bei den vielen interessanten Jobangeboten von heute war eines ganz besonders chic. Die drei Fotos, die ich zugesteckt bekommen habe sollten unmissverständlich den Spieltrieb der Abschlussklasse der Iranischen Zelle in München aufzeigen. So als kleiner Anreiz, welche Möglichkeiten sich mir als bigotter Pyromane eröffnen würden. Danke an dieser Stelle für die Fachgespräche an meine Iranische Freundin für das Aufnahmegespräch. In vielen von uns schlummert ja das fundamentale Bedürfnisse, im Leben auch einmal etwas bewegen zu wollen. Etwas bewegen zu können. Und das ohne viel Flugzeug und Aufhebens. Es sind doch schließlich die einfachen Methoden mit geringerer Komplexität, die die Quintessenz der Frage nach dem Sinn und allem zu Tage fördern. Die kleine 09/11-Demo in der Münchner City vor ein paar Tagen war gelungen, und wie man unschwer erkennen kann, handelte es sich ja nur um eine Fingerübung! ![]() Weiterbeten. Tuesday, February 19. 2008Team-Motivation Ich war gerade dabei in der Nase zu popeln, als mir mein imaginärer Freund alias Hey hey Wicki von der Seite her ins Ohr flüsterte.Nämlich wie man ein Team dazu motivieren kann, jeden Tag seine Testabdeckung nahe der 100% zu halten und den Blutdurst des Code-Nazi™s zu stillen. GEAM führt an Tagen vor und während der angekündigten Projekt-Audits zwangsläufig zu Fragen bzgl. der Hygiene am Arbeitsplatz (unnötiges Blut auf und neben der Tastatur eben). Wir hängen einfach ein Foto des PHPUnit-Autors, den sehr geschätzten Herrn Bergmann, an allen Arbeitsplätzen auf und schreiben etwas nettes darunter. Ich habe da links mal etwas vorbereitet. So könnte das aussehen! Am Ende freut sich der Code-Nazi™ und die Testabdeckung ist, wie sie sein könnte. Ich bin auf den Zuspruch gespannt. Immerhin geht es hier um echte Chancen! Weitermachen, Wicki! Monday, December 31. 2007Vom Füllen des Vakuums mit spekulativen Versuchen
Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ich die Tage hier untätig war. Der Grund ist natürlich, dass ich Urlaub habe und die Zeit dazu verwenden konnte, endlich meinen neuen Rechner zu installieren und unter anderem auch das OpenSource Projekt dropr (ein in PHP geschriebenes Message-Queue-Framework von Soenke Ruempler und Boris Erdmann, dass ich gerade evaluiere und das in der Tat sehr viel Spass macht, wenn man sich denn auf einen PHP-Daemon, der von einem Angle-Daemon überwacht wird, einlassen mag. Der Vorteil liegt prinzipiell darin, dass das PHP-Projekt-Team den Code sofort versteht und erweitern kann, was beim Einsatz von JMS zusammen mit PHP so einfach nicht in der gewünschten Zeit möglich ist).
Es war eigentlich der Engel, der mich dann doch dazu veranlasst hat sauer zu werden. Heute ist ja der letzte Tag im Jahr und da hab' ich anderes zu tun, als über das ab morgen geltende Rauchverbot in meinen Kneipen nachzudenken. Aber es ist ja auch kein Rauchverbot. Wenn man es genauer betrachtet, muss die Frage nach dem Sinn lauten: "Was haben die Todesstrafe, mein Chef und der Freistaat Bayern gemeinsam?". Die Antwort ist nicht, dass man nach der angewandten Todesstrafe blau anläuft, so wie der Bayrische Himmel aussieht und herumirrt wie mein Chef heute Abend. Die Antwort ist etwas realer. Ich muss leider ausholen, dieses Jahr ein letztes Mal, versprochen: Bei dem Rauchverbot in Bayern kann es nicht um Nichtraucher-Schutz gehen. Sonst würde es ja Alternativen für diejenigen geben, als auf die Straße geschickt zu werden (ich kann mich in meiner Kindheit noch gut daran erinnern, dass überall diese Schilder mit leidenden Hunden hingen, auf den stand: "Wir müssen draußen bleiben!"...). Mein erster Gegenentwurf wäre der, dass Behinderte ihre schrecklich behinderten Angewohnheiten unterlassen (gegen das Aussehen ansich kann auch ich nix unternehmen): Namentlich, das durch die Gegend zu spasten, nie was zu verstehen oder wenn man freundlich nachfragt angesabbert zu werden. Ich gebe zu, gehörlose und blinde Raucher haben da jetzt halt einfach das Doppelnachsehen - auf Einzelschicksale kann nicht wirklich Rücksicht genommen werden, schließlich ist Bayern ein Freistaat, das ist sowas wie eine Freibank, aber das ist ja wieder ein anderes Thema. Ach ja, und ich bin zum Glück nicht der König! Also vergessen wir das wieder ganz schnell. Aber warum dieser gemeine Gegenentwurf? Ganz einfach: Entscheidungen können dem Volk nur dann zugemutet werden, wenn diese dabei nicht das Recht Einzelner auf Würde, Selbstbestimmung, Wahl der Religion etc. verletzt. Das klingt ja gut. Im Ansatz. Klar, sonst hätten wir in unserer Demokratie eindeutig schon wieder die Todesstrafe am Start, denn wenn wieder eine kleine Anne getötet am Wegrand liegt (und sicher nicht, weil sie vorher auf http://necrophlirt.de/kinderleichen/ gesurft hat), haben wir in dem Land mehr als 51% Exekutions-Befürworter (Die Quelle kann ich bei Nachfrage raussuchen, die Erhebung fand im gesamten Bundesgebiet statt. Seit dem Deal mit der Ostzone haben wir es mit über 60% dauerhaften Befürwortern der Todesstrafe zu tun.). Was ist aber nun damit, dass man Raucher einfach so in ihrer Freiheit beschränken darf? - Weil sie mit dem Begleichen der Tabak-Steuern beträchtlich in den Bundeshaushalt einzahlen? Weil sie die Rentenkassen entlasten, in dem sie einfach nur immer Rentensteuer abdrücken - und wenn es ernst wird, in den weißblauen Himmel auffahren? Oder vielleicht weil sie einfach kommunikativer sind und mehr mit einander Reden? Oder weil Calida mehr lange Unterhosen für Raucher-Samstag-Abende verkaufen kann? Es lassen sich Gründe finden und diskutieren. Aber nicht heute. Das Thema ist ja entschieden. Ich halte fest: Raucher werden beschränkt, damit man Nichtraucher bedingungslos schützen kann. Das halte ich für Verfassungswidrig. Zugegeben, ich bin kein Verfassungsschützer. Mörder werden geschützt, weil sie bei uns im Land ein Recht auf Würde haben. So ganz nebenbei. Finde ich übrigens ok. Der Deutsche Staat - und da speziell das Land Bayern - entwickelt sich kontinuierlich zu einem Kontrollstaat par Excelence. Es werden da völlig kranke Dinge getan. Das ist ja bekannt. Was mich wirklich sorgt, ist meine Erfahrung bei solch kranken Dingen: Denn wenn ich kranke Dinge sehe, ist der Urheber in der Regel völlig überfordert gewesen oder weiß einfach nicht, was er tut und warum. Das ist da draußen im Leben nicht viel anders, als in der Softwareentwicklung. Was hat das nun mit meinem Chef zu tun? Nix, aber ein Chef muss schließlich seine Angestellten künftig ebenfalls wie die ganzen promovierten Biologen hinter dem Tresen, zum Rauchen rausschmeißen. Es ist meiner Meinung nach statthaft und auch eine Pflicht, wenn wir Bürger dafür sorgen, dass dieses Vakuum ausgefüllt wird, das durch Sinn freie Ausübung bayerischer Kontrollzwänge auf Kosten von Steuerzahlern mit Mehrbelastung hervorgerufen wird. Alleine, dass es Raucher-Clubs geben könnte, die einfach nur Gesetzeslücken ausnutzen, macht mich einfach krank und klingt nach einem echten Hack. Beispielsweise: Es wird Vereine mit Clubs geben, die keine Kasse besitzen und nur Mitglieder einlassen. Jeder kann natürlich mit einem symbolischen Beitrag Mitglied werden. Das blöde ist nur, dass diese Personen wenigstens den vollen Namen, die Adresse und eine Unterschrift leisten müssen. Aber in Zeiten, in denen fast jeder Student bei StudiVZ und Payback registriert ist, macht das auch keinen Unterschied mehr. Viel kranker finde ich die neuen Möglichkeiten: Ein Raucherverein könnte am Ende noch gemeinnützig erklärt werden. Aus den Mitgliedsbeiträgen könnte man Alkohol, Haschisch und Zigaretten kaufen und ausgeben, auch wenn das nicht so leicht als Bewirtungsaufwand für Vereinsfeiern durchgehen wird. Versuchen muss man es ja. Und so bleibt mir, allen Lesern für das Jahr 2008 folgendes mitzugeben: Versuchen müssen wir es! Weiterböllern. Tuesday, December 11. 2007Leichte Leichen fleddern besser!![]() Wollte heute ein paar Fakten zu meinem Kurzvortrag im Münchner Büro über LUA und das Keplerprojekt zusammen skribbeln, als ich an meiner tödlichen Langeweile nicht umhin konnte und stattdessen etwas auf necrophlirt.de kybernetischen Sex mit einem abgetrennten Kopf hatte. Also nicht wirklich blutig dieses mal. Leider wurde das Portal vorzeitig abgeschaltet. Und das in meiner Lieblingshomebase. Sozusagen. Web 2.0 steht ja auch für ganz ausgefuchste Werbestrategien (mein lieber tobe, es ist nicht alles Gold, was glänzt!). Also machen wir das mit der Werbung mal so, also würde ich einfach nur darüber berichten: Man zahlt als Leiche einfach mit Kreditkarte. Es gibt keine Altersbegrenzung. Auf jedes fehlende Gliedmaß gibt es 10% Rabatt - aber maximal sind 50% Rabatt möglich! Die Kosten für einen Monat Power-Fleddern entsprechen etwa dem, was eine überaus wenig attraktive Bahnfahrt von Würzburg nach Stuttgart mit der Bahncard 50 kostet. Also nicht teuer. Auf dieser Ruckelstrecke fahren (fast) nur Bummelzüge, nicht zu empfehlen! Das zweimonatige Abonnement schließt man mit der Firmen-Kreditkarte seines Chefs ab, oder substituiert einfach die geschäftliche Bahnreise über eine präparierte Reisekostenabrechnung nach Württemberg gegen den Trip in das Necophlirt-Wunderland (meine Augenränder lügen nicht, es lohnt sich! Und chintrap hab ich da auch wieder erkannt!). Also: Fassen wir uns alle einfach mal an der Hand und sprechen langsam, laut aber deutlich: "Hoffentlich geht necrophlirt.de bald wieder an den Start!" Weitermachen.
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