Der mir vorzüglich geschätzte Sebs hat mir mit seinem Aufsatz
Wie Scrum auch ohne Homoparty klappt eine Freude bereitet, in dem er sich mit Verstand und Sachkenntnis einer kritischen Durchsicht meines Aufsatzes
Tanatose schreibt man mit h gewidmet hat. Darüber freue ich mich, stimme ihm zu und mache weiter wie gehabt. Ich weiß wohl dass es für eine kritsche (brandenburgisch für kritischen) Analyse wie der von dir, Sebs, nur drei Beweggründe gibt. Ich zähle jetzt auch mal Erbsen:
- Öffentliche Kritik an einem ohnehin schnell zerlegbaren Konstrukt einer unwichtigen Person bringt nicht viel Ruhm und Ehre. Jeder weiß: Hier verschießt jemand sein Pulver in dem er übt (das ist der sportliche Ansatz).
- Der zweite Beweggrund mag die notwendige Korrektur von falschen Fakten sein. Ungeachtet an der Wichtigkeit des Verfassers. Hier haben wir es mit einer mühsamen und sehr wichtigen Disziplin zu tun ohne die die Ägypter immer noch an den Weihnachtsmann glaube würden (Beispiel: Scarabaen wurden im alten Ägypten als soziale Tiere mit großer Hilfsbereitschaft verehrt - erst LeFefre hat im 19. Jahrhundert dargestellt, dass es sich bei diesen sozialen Hilfsaktionen um dreiste Diebstähle handelt. Das Verhalten der Scarabaen auf die menschliche Kultur projiziert hieße, dass sie regelrecht asozial sind). In ein paar Wochen werde ich in einem Käferartikel genau diese Tatsache verdrehen.
- Der dritte Beweggrund, der mir spontan einfällt ist die totale Verehrung. Kritik an der Arbeit einer Person, die man verehrt ist etwas ganz heikles und besonderes. Das haben wir bei Goethe kennen gelernt, der Herder überwunden hat (ich glaube mich zu erinnern, dass das noch in seiner Straßburger Studienzeit war). Und was war die Folge? Literatur vom Feinsten - auch wenn ich selbst kein Fan mehr von Sturm und Drang bin).
Aber der eigentliche Beweggrund, lieber Sebus analyticus ist das Bier, dass es am Freitag bei mir gibt. Und das macht dich schon fast zum Helden!
Jetzt aber noch ein paar Worte in Demut:
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Mein kleiner Aufsatz hatte den einzigen Sinn darin: Ich wollte auch mal wie die Mac-User da draußen in meinem Blog
mit etwas angeben. Da ich aber bereits alle Einlagen meiner vergangenen Unternehmungen konsequent verbrannt habe, bleibt mir nur noch ein Auftrumpfen mit meiner neuesten Akquisition: Einer Imkerpfeife, der im oben angegebenen Aufsatz in fotoform gezeigten Vulkan. Und mich selbst langweilen solche Nachrichten so sehr, dass ich mir etwas überlegen muss. Zwangsläufig.
Gut, ich lege einmal eine Karte auf den Tisch. Roman Pichler schreibt zum Thema Verfolgung des Sprint-Fortschritts: "Ist der Fortschritt schneller als antizipiert, so bittet das Team den Product Owner, neue Anforderungen einzubringen, vorausgesetzt diese können innerhalb des Sprints vollständig abgearbeitet werden" (Pichler, R. Scrum. Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen. Heidelberg. 2008.). Ich lese da einen dezenten Imperativ.
Mir hat dieser Satz gefallen. Das Scrum-Team hat irgendetwas von Zero 7 gesungen (Streichersätze als sie tanzend den Product Owner umflatterten). Mein imaginärer Product Owner hatte Tränen in den Augen vor Rührung. Und ich erst. Aber wie das eben so ist, wenn man aus einem Tagtraum erwacht. - Neben sich auf der Couche einen Apparat, der den Rauch von Bienentabak in die Augen treibt. Nun, ich dachte ich mir, das mache ich nicht mit. Und dann war da das nächste Bild: Das beste wird sein, sich einfach in völlige Regungslosigkeit zu bringen, um nicht bei diesem übergeschnappten Schauspiel mitmachen zu müssen - oder wie die Entomologen auch sagen: In Thanatose verfallen. Interessanterweise wird dieses bei manchen Rüsselkäfern sehr stark ausgeprägte Verhalten durch einen Fluchtreflex auf Grund von Rauch "aufgehoben".
Aber, Sebs, was mir wirklich Sorgen macht ist die Tatsache, dass ich schon wieder nicht ganz ohne Spass feststellen muss, dass ich es mit absolutem Blödsinn wieder auf Platz eins bei Google mit einem portugiesisch notierten Fachbegriff geschafft habe! Thanatose leitet sich natürlich aus dem alt griechischen Wort thanatos, Tod, ab (Quelle: Schenkling, S. Erklärung der wissenschaftlichen Käfernamen aus Reitter's Fauna Germanica. Stuttgart, 1917.) [Perikles, sorry ich kann's nur mit lateinischen Glyphen]
Und um das hier nochmal abzukürzen: Eine Riesen-Zunge braucht auch ein große Klappe. Oder eben eine Imkerpfeife!
Weiterpfeifen...